Neues aus der Buchwelt: Publizieren ohne Verlage.

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In der vergangenen Woche kündigte J.K. Rowling ihre Plattform “Pottermore” an. Ab Oktober wird für alle Potter-Fans dort die Welt des Harry Potter auf ein neues digitales und interaktives Level gehoben. Rowling wird dabei nicht nur eigene Ideen einbringen, sondern will die Begeisterung und die Kreativität der Potter-Community auf einer Plattform vereinen. Damit geht Rowling nicht einfach den Schritt, ihre Bücher auf einer eigenen Plattform zu distribuieren, sondern fiktionale Literatur und deren Autorschaft (bei der es im Kern darum geht, Welten entstehen zu lassen) sowie die Inspiration für die Entstehung dieser Welten konsequent auf Multi-Autorenschaft und Publikation ohne Verlag auszuweiten.

Hier das Ankündigungsvideo von J.K. Rowling vom 23. Juni 2011, welches – on a sidenote – wunderschön gemacht ist.


(J.K. Rowling Announces Pottermore)

Wer nun für sich denkt “Schönschön, aber Mrs. Rowling ist mit Hilfe ihres Verlages überhaupt erst groß geworden und überhaupt: Sie kann es sich leisten”, hat damit natürlich vollkommen recht. Aber es gibt auch andere News.

Ebenfalls vergangene Woche verkündete Amazon, dass der unabhängige Krimi-Autor John Locke als erster seiner Art mehr als 1 Million seiner Ebooks verkauft hat (mashable, via Bjoern Grau). John Locke war bislang bei keinem Verlag oder Literaturagenten unter Vertrag. Bei Amazon nutzt er das Direct Publishing Programm und schreibt lt. eigener Aussage seinen Erfolg seinem 0.99USD-Preismodell zu.

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